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Artikel-Schlagworte: „Backlinks“

SEO: Modeerscheinung, oder unabdingbar?

SEO bedeutet Search Engine Optimization und ist ein Teil einer online durchgeführten Marketing-Kampagne. Derzeit ist diese Methode der Vermarktung dadurch im Aufwind, dass viele Unternehmen, dem Platz in der Ergebnisliste von Suchmaschinen eine wachsende Bedeutung beimessen.

Während die einen auf SEO als Allheilmittel schwören, beziehen sich die anderen auf Kundenbefindlichkeiten mit dem Argument, Webseiten dürfen nicht für den Roboter der Suchmaschine, sondern für Menschen erstellt werden.

SEO beschäftigt sich mit der Analyse und der Optimierung von bestimmten Kennzahlen, HTML-Code, Seitenstruktur, Navigation, Links- und Linktexte, Keywords, sogenannte Back-Links, usw.

Vor dem Hintergrund, dass Webmaster oder die Internet-Menschen in Unternehmen, oft vor der Aufgabe stehen, die Webseiten für Ihre Auftraggeber bzw. Chefs „Messbar“ zu machen, kann der SEO-Hype  teilweise erklärt werden.

Ein Betreiber eines Online-Shops beispielsweise, bekommt um so mehr Besucher, je mehr die Nachricht verbreitet wird, dass es den Shop gibt. Die Verbreitung ist Aufgabe des Marketing.

Nach Auffassung von Kennern der SEO-Szene sollen 80% der Surfer Suchmaschinen einsetzen um Informationen, Produkte oder andere Inhalte zu finden. Desweiteren wird angegeben, dass die meisten der Suchenden nicht weiterblättern sondern lediglich die erste Trefferseite durchgehen, meistens nicht einmal vollständig.

Logischerweise ist unser Shopbetreiber daran interessiert, dass seine Webseite möglichst weit oben in der Trefferliste gelistet wird, wenn Besucher bestimmte Schlüsselwörter (Keywords) als Suchbegriffe eintippen.

Den je mehr Besucher, umso mehr Hits (also abgerufene Dateien), Page-Views (Zahl der tatsächlich besuchten Seiten), AdViews (zahl der gesehenen Banner), Visits (Zahl der Besuche anhand der IP-Adresse), können registriert werden.

Relevant für die Platzierung auf der Trefferliste der Suchmaschine sind sowohl Visits und Page-Views, als auch das Verhältnis dieser Werte zueinander.

Nun kann man eine Suchmaschine sehr vereinfacht, als ein Programm sehen, das im Wesentlichen drei Aufgaben hat: Webseiten zu besuchen, diese zu indizieren (in einem Index ablegen) und Links die auf noch nicht indizierten Seiten zeigen, ebenfalls zu besuchen und zu indizieren. Die indizierten Seiten werden in der Datenbank der Suchmaschinen abgelegt und von dort abgerufen wenn ein Besucher die passenden Suchwörter bei seiner Suche eingibt: Je mehr seiner Begriffe mit den Keywords auf einer Seite übereinstimmen, umso höher landet die Seite in der Trefferliste der Suchmaschine.

Aber so einfach ist es nicht.

Denn die Suchmaschinen arbeiten mit Algorithmen, die nach Schätzungen mit 90 und mehr Kriterien operieren, um eine möglichst differenzierte Gewichtung vornehmen zu können, damit die Ungenauigkeit von Suchbegriffen überbrückt werden kann: Jemand der ein schwarzes Schaf kaufen möchte und diese Wortkombination zum Suchen einsetzt, wird zunächst viele Treffer landen, die eine betrügerisch handelnde Menschensorte beschreiben. Um dies zu vermeiden, werden die erwähnten Kriterien eingesetzt: Der Begriff „Schwarzes Schaf“ kommt nur auf Seiten häufig vor, die sich mit dem Tier befassen.

So wurde aus der Häufigkeit mit der ein Begriff auf einer Seite vorkommt, ein Kriterium im Sinne von SEO.

Windige „Spezialisten“ (Schwarze Schafe, eben) haben dies erkannt und technische Spielereien eingesetzt, um die Häufigkeit zu erhöhen. Allerdings beschäftigen die Suchmaschinen hoch bezahlte Fachkräfte, die Missbrauch verhindern sollen. Und diese haben die Grenzwerte für die Häufigkeit festgesetzt: 2-5% ist ein guter Durchschnitt.

Außer der Häufigkeit der Begriffe, spielen auch andere Kriterien eine Rolle: die Position im Text, die Überschriften, die URL (wobei letztere an Bedeutung bei der Gewichtung verliert).

Mit dem Ziel die Suche zu verfeinern, hat die in Deutschland mit 90% Marktanteile führende Suchmaschine Google ein weiteres Kriterium erfunden: Die Linkpopularity. Dadurch gewinnen Seiten an Bedeutung, auf die Links von anderen Webseiten zeigen. Je größer die Zahl solcher Links, um so mehr gewinnt die „Zielseite“ an Bedeutung.

Allerdings wird zwischen Link und Link differenziert: Kommen die meisten Links von einer sogenannten Linkfarm – sind es also gekaufte Links – ist der Effekt umgekehrt: Die betreffende Seite wird „abgestraft“. Gleiches passiert, wenn plötzlich eine hohe Zahl an Links auf eine bestimmte Seite zu zeigen beginnt.

Unser Online-Shop Betreiber, wird also gut daran tun, bei seinen Optimierungsbestrebungen die alte Weisheit zu beherzigen, wonach Übertreibungen nicht immer bekömmlich sind.

Wenn er bei der Erstellung der Webseite einen sauberer HTML-Code schreibt, die in diesem Artikel angesprochenen Kriterien beherzigt und ein wenig Recherche betreibt um die eindeutigen Keywords einzusetzen, dann ist schon viel mehr getan, als die meisten Webseiten vorweisen können.

Und eines noch zum Schluss: Gute SEO-Maßnahmen zeigen niemals innerhalb von Tagen ihre Wirkung, sondern benötigen oft mehrere Monate um sich nachhaltig zu verbessern.